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Jugendarbeit in der Feuerwehr Banzin seit 1966

Im Jahr 1966 beschloss der damalige Wehrführer mit seiner Wehrleitung eine Jugendlöschgruppe aufzubauen. Am 1. März wurde diese mit 11 Jugendlichen aus der Gemeinde Banzin gegründet. Zur Betreuung und Durchführung der Jugendarbeit stellten sich drei Kameraden der Feuerwehr Banzin bereit. Stolz ein Feuerwehrmitglied zu sein, wurde in den folgenden Wochen eifrig und ergeizig geübt, denn am 15.Mai war die Teilnahme am Kreisausscheid in Lehsen geplant. Mit 7 oder 8 Gruppen, ebenfalls in diesem Jahr neu gegründet, wurde um den begehrten Kreistitel gekämpft. Wir wurden Sieger und das beim ersten Mal.

Übers Jahr wurden alle Arbeiten der Wehr mit erledigt, Schrott sammeln, Bohrbrunnen abpumpen, usw. In den nächsten Jahren belegten wir immer wieder fordere Plätze, denn wir waren eine verschworene Truppe und mit Herz und Seele dabei. Ein weiterer Höhepunkt war dann der Kameradschaftsabend an dem wir (allerdings nur mit Tanzpartnerin) teilnehmen durften.

Das Interesse der Kinder und Jugendlichen an der Feuerwehrarbeit wuchs in der Gemeinde ständig und so wurde am 1. März 1969 die "Arbeitsgemeinschaft Junge Brandschutzhelfer" gegründet. Hier konnten jetzt die 10 jährigen aktiv werden. Mit 10-12 Kindern in der Arbeitsgemeinschaft und 10 Jugendlichen in der Jugendlöschgruppe wurde über weitere Jahre Jugendarbeit in der Feuerwehr Banzin betrieben. Durch Krankheit und Verscheiden von Feuerwehrkameraden wurde es ab 1981 etwas ruhiger um die Jugendarbeit in der Wehr. wer weiterhin interessiert war wirkte bei den Erwachsenen hin. 1986 hat unser heutige Wehrführer, damals zuständig für "A+S" (Ausbildung und Sicherheit), die Arbeit mit den "Jungen Brandschutzhelfern" wieder aufgenommen. Zu dieser Gruppe gehörten unser Jugendwart und sein Stellvertreter sowie 8 weitere Jugendliche. Ebenfalls wie bei allen Jugendlöschgruppen und Brandschutzhelfern waren die Wettkämpfe, die Hits des Jahres. dabei ging es nach Hagenow, Lübtheen, Wittenburg und Boizenburg und die Banziner immer vorne dabei, denn es wurde um jede Sekunde gekämpft. Gefahren wurden die Gruppen damals mit einem Bus des Kraftverkehrs, der dann einen Sammeltransport durchführte. Als Nachweis für unsere Arbeit musste der Arbeitsplan für das laufende Jahr und der Stundennachweis in der Polytechnischen Oberschule in Vellahn vorgelegt werden. Die Jugendgruppe hieß von nun an "Arbeitsgemeinschaft Junge Brandschutzhelfer".

Im Spätherbst 1989, die Wende in der Geschichte Deutschlands. Vieles war jetzt neu, Arbeitsplätze wurden abgebaut und wir erhielten die "D-Mark". Die Arbeit mit den Jugendlichen wurde jetzt noch intensiver. Wir fuhren weit über unsere Landesgrenze hinaus, bis in die alten Bundesländer, nach Niedersachsen, wo sich unsere Jugendlöschgruppe mit der "neuen Welt" gemessen hat. Dabei unterstützten uns heutige Kameradinnen und Kameraden intensiv, denn wir hatten kein Feuerwehrauto und waren somit auf privat PKw's angewiesen. 1991 wurden die Arbeitsgemeinschaften neu geregelt und heißen fortan: "Jugendfeuerwehr". Neu waren jetzt auch die gemeinsamen und sehr beliebten Wochenendzeltlager der Jugendfeuerwehren, die durch die Kreisjugendfeuerwehr organisiert wurden.

1994 wurde wieder ein Wechsel in der Jugendarbeit vollzogen. Neuer Jugendwart wurde jetzt der Kamerad Christian Nagel. Aus beruflichen Gründen, musste er nach zwei Jahren den Gruppenleiter wieder aufgeben.
1996 wurde dann der Kamerad Stefan Nagel Jugendfeuerwehrwart in Banzin. Die Feuerwehr immer noch mit einem TSA bestückt, einen Traktor nicht immer zur Hand, so mussten manches mal die Gerätschaften und Schläuche, zum Üben mit dem Handwagen zum Sportplatz gezogen werden. Zwei Jahre später erhielt die Feuerwehr Banzin ihr erstes Löschfahrzeug. Von nun an wurde die Arbeit mit den Jugendlichen etwas leichter. Nach wie vor sind neben den Wettkämpfen, die Ausbildungsnachmittage, Spiel und Spaß, Grillabende und Ferienlager Höhepunkte in der Jugendarbeit.

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