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Geschichte der
Freiwillige Feuerwehr Banzin

 


Nachforschungen haben ergeben, dass das Gut im Dorf eine Löscheinheit für Brandeinsätze unterhalten hat. Tagelöhner und Angestellte des Gutes arbeiteten bei Einsätzen mit der Handspritze, die von Pferden gezogen wurde.

 

      
 so sah unsere Handdruckspritze aus
 (hier eine Leihgabe der FFw Boizenburg/Elbe)


Nach der Auflösung des Familiensitzes 1932 und Siedlung der Gemeinde wurde durch den Bürger Otto Hagemann die Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen. Dieser ersten Gruppe gehörten an:

Otto Hagemann, Willi Schröder, Heinrich Hildebrandt, Heinrich Nack, Wilhelm Haamann, Alfred Langhans, Rudolf Schröder, Paul Timm und Willi Timm.


Bis 1939 sind keine nenneswerte Brände bekannt und man hat sich mit Übungen auf dem Laufenden gehalten. Der größte Brand in der Geschichte der Banziner Feuerwehr war ein Schornsteinbrand am 04. Juni 1939, dem 6 Bauernhöfe zum Opfer fielen.


Es waren 13 Feuerwehren bis hin aus Kloddram im Einsatz, die als Hauptaufgabe hatten, die umliegenden Häuser und Gebäude vor Funkenflug zu schützen. Zu der Zeit gab es auch noch kein Gerätehaus für die Löscheinrichtung und Ausrüstung und so stellte man diese in einem Nebenraum, bei der damaligen Reinigung unter.

 

in dieser ehem. Wagen- und Kutschenhalle
stand die Handdruckspritze 

 


Nach 1945 übernahm Alfred Langhans als Wehrleiter die Führung.


Ende der 40er Jahre bekamen die Kameraden eine Motorpumpe im offenen Tragkraftspritzenanhänger. Kein neues Material, sondern von den größeren Wehren abgegebens. Für unsere Kameraden aber eine Bereicherung.  
 
 

unser erster offene TSA, übergeben in den 40'er Jahren (hier eine Leihgabe der FF Wittenburg)

 

Somit wurden auch die Aufgaben der Feuerwehr vielseitiger, man verhinderte und bekämpfte nicht nur Brände, sondern wurde bei Notständen und Unglücksfällen und zu Hilfeleistungen gerufen. Im Dezember 1950 wieder ein großes Feuer. Kurz vor Weihnachten sind Wasserleitungen im alten Pferdestall bei Kröger eingefroren. Bei Auftauarbeiten mit einer Lötlampe wurde dieser Opfer der Flammen.


Von 1953 bis 1991 leitete dann Heini Fedder die Banziner Wehr. 1954 wurden die Banziner mit ihrer Motorpumpe zur Hochwasserbeseitigung nach Boizenburg gerufen. In den nächsten Jahren kam es zu drei Bränden bei Erntearbeiten. Seit 1960 gibt es eine Chronik über die Aktivitäten der Feuerwehr Banzin. In ihr sind alle Einsätze, Wettkämpfe und Festlichkeiten in der FF festgehalten. Die vielen Auszeichnungen und Platzierungen bei den verschiedenen Wettkämpfen zeugen von der Qualität der geleisteten Arbeit. Im Wirkungsbereich stand man stets auf dem Treppchen, das können Urkunden wieder spiegeln.

 

Heini Fedder, Wehrleiter von 1953-1991


Den Aktivitäten einzelner Mitglieder war es zu verdanken, dass stets bei Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde das Interesse an der Arbeit in der Feuerwehr geweckt wurde. So gründete man 1966 eine Jugendlöschgruppe. (Hierzu ist im Jugendfeuerwehrteil mehr zu lesen).

Am 01. März 1969 wurde in der Gemeinde die erste Frauenlöschgruppe aufgestellt. Dieser gehörten an:

Gerda Koch, Irma Maaß, Anneliese Schröder, Edith Heim, Edith Flick, Hilde Hagemann, Friedel Hunold, Erika Lange und Lore Madaus.

Im Oktober 1969 wurde die Wehr die Leistungsstufe II zu erkannt. Aber auch Brände waren in dieser Zeit zu löschen:

- 30.03.1968 ein Feuer in der Feldscheune

- 07.03.1972 brannte die Stallscheune von Willi Fedder und Siegfried Maaß

- 16.08.1972 brannte der Stall von Julius Wagner

- 23.08.1985 brannte der neu umgebaute Kuhstall der LPG bis auf die Grundmauern nieder
- 7 Feuerwehren waren im Einsatz -

- 01.06.1993 brannte der Pferdestall (LPG) ein zweites mal nieder
- 4 Feuerwehren waren im Einsatz -

- 21.04.1995 brannte Timm's Feldscheune völlig nieder.
 


In dieser genannten Zeit gab es noch einige Einsätze zu Löscharbeiten, die zwar meldepflichtig waren aber nicht groß erwähnt werden müssen. 1957/58 erhielt die Wehr zum ersten Mal ein Gerätehaus, neben dem Gemeindebüro.

 

 

 

 im Erdgeschoss, das erste Gerätehaus der Feuerwehr, 1957/58


Das erwies sich schon bald als zu klein und so wurde 1968/69 ein größeres Objekt in Angriff genommen. Zu dieser Zeit entstand dann auch der Schlauchturm.

 

 

 

Gerätehaus und Schlauchturm der Wehr von 1968-1998 

 


1960 erhielt die Wehr den erstengeschlossenen Tragkraftspritzenanhänger.

 

 

  der 1960, an die Wehr übergebene    
  Tragkraftspritzenanhänger (TSA)


1989 wurde dieser gegen einen moderneren, in dem auch Druckluftatemgeräte untergebracht waren, ausgetauscht. Nun bauten sich die Kameraden noch einen Mannschaftwagen.

 


der Mannschaftswagen im Gespann
mit dem 1989 übergebenen neuen TSA

 


Weil es die neuen Gesetze so verlangten, mußte der damalige Wehrführer Heini Fedder aus Altersgründen den Dienst quittieren und der Kamerad Helmut Lüpken übernahm ab dem 01.01.1991 die Funktion des Wehrführers.

Aus beruflichen Gründen musste er diese Funktion 1994 aufgeben und der Kamerad Uwe Nagel wurde am 02.06.1994 zum Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Banzin gewählt. Kamerad Nagel hatte 7 Jahre lang die "Jungen Brandschutzhelfer" geleitet.
Diese Funktion übernahmen dann Christian und Stefan Nagel.
       

Uwe Nagel, Wehrführer seit 1994


Vieles war nun in unserer neuen Zeit möglich, aber auch nur wenn die Finanzierung sichergestellt wurde. So wurde oft mit dem Bürgermeister gefachsimpelt und geplant, damit die Kameraden auf den neusten Stand bleiben und die Ausbildung gesichert ist und das die Lust an der Arbeit in der Wehr nicht verloren ging.

Unser jetziges Gerätehaus. Wir warten sehnlichts auf unseren Anbau (Gemeinschaftsraum und WC)

Im August 1997 wurde die Sirene umgestellt. Die Kosten waren sehr hoch, doch bekam sie nun einen gemeindeeigenen Standort im Vellahner Weg.

Als man sich in der Wehr bzw. Gemeinde mit der Anschaffung eines Löschfahrzeuges beschäftigte, waren die Gedanken zu dem jetzigen Gerätehaus gefallen, denn ein neues Gebäude zu errichten war unmöglich. Der damalige Betriebsleiter der Banziner Landwirtschafts e.G. Herr Wolfgang Theel, stellte uns die ehemalige Futterhalle in Aussicht. Mit Sponsorengeldern  wurde dieses neue Gerätehaus so hergerichtet  das am 05. Dezember 1998 das Löschfahrzeug in eine helle Halle Einzug halten konnte.

Fahrzeugübergabe, Dez. 1998

Auszug aus der "Festschrift" zu 70 Jahre Freiwillige Feuerwehr Banzin, am 01. Juni 2002


Pünktlich zur 70 Jahrfeier der Wehr haben wir mit Hilfe von Sponsorengelder von Kammeraden, Bürgern und ortsansässigen Betrieben, sowohl einem Zuschuss der Gemeinde unseren langersehnten Wunsch nach einer eigenen Fahne erfüllen. Bei der 70 Jahrfeier wurde diese Fahne durch den Kreisbrandmeister Reinhold Thiede feierlich geweiht. 

Christian zeigt unsere neue Fahne...





2002 zur 70 Jahrfeier durch Spenden der Bürger und von Betrieben der Gemeinde beschafft und geweiht

 

 

 

Im November 2004, endlich waren die Eigentumsverhältnisse für Grund und Boden geklärt, für das Grundstück auf dem das ehemalige Futterhaus der Banziner Landwirtschafts e.G. steht. Somit stand dem Kauf dieses Gebäudes nichts mehr im Wege. 

Als wir nun alles beieinander hatten, Fahrzeug und Gerätehaus, stand die Amtsauflösung mit Wechsel zum Amt Zarrentin an. In diesem Zusammenhang lösten sich die fortan dazugehörigen Gemeinden auf und gründeten eine Großgemeinde Vellahn mit den jeweiligen Ortsteilen. 

Das wurde auch bei den Feuerwehren so nachvollzogen. So wurden wir eine Ortswehr in der neu gebildeten Gemeindefeuerwehr. - siehe auch unter Gemeinde und Ortsteile

LöschteichIm Jahr 2006 erhielten wir die Genehmigung zum Neubau der Wasserentnahmestelle - Löschteich - Armeehäuser. Mit Manpower und reichlich Engagement der Feuerwehrmitglieder haben wir den alten Folienteich entleert. Nachdem eine Fachfirma die neue Folie eingelegt hat befüllten wir den neuen Folienlöschteich und setzten einen neuen Zaun herum. Die Mittel wurden von der Gemeinde im Haushalt eingestellt.

Neubau des Folienlöschteiches an der Marsower Straße.

 

Tragkraftspritzen

 

Im Sommer 2006 bekamen wir eine nagelneue Tragkraftspritze TS 8/8 vom Typ „Eurofire 2000“ im Wert von knapp 9.000 EUR. Dies wurde vom Landkreis mit 2.250 EUR gefördert.

 

 

Übergabe der Tragkraftspritzen an die Feuerwehren Camin und Banzin.

 

 


VW T5 - ELW1
2007 erhielt die Wehr einen VW T 5 in Ihrer Obhut und zur Nutzung übergeben. Dieses Fahrzeug steht der Gemeindewehrführung zur Verfügung und wurde durch die Kammeraden zum ELW 1 ausgebaut.

 

 

Übergabe des VW T5 an die Wehr.

 

Glückwünsche der Banziner Landwirtschafts e.G.

Weiterhin feierte die Wehr 2007 ihr 75 jähriges Bestehen. Dazu waren Vertreter der Amtsangehörigen Wehren und befreundeter Wehren nebst Partner und Partnerinen zu einem Tanzabend eingeladen. Bei ausgelassener Stimmung wurde bis spät in die Nacht im Kulturhaus getanzt und gefeiert. 


Glückwünsche der Banziner Landwirtschafts e.G. zum 75 jährigen Jubiläum.

 

Verleihung des Ehrenhelms Stufe III2007 stellten sich die Wehrleitung und die Kammeraden der Feuerwehr Banzin der Leistungsprüfung zum Erhalt des Feuerwehrehrenhelms der Stufe III. Die Prüfung wurde vor einer Kommission des Kreisfeuerwehrverbandes erfolgreich abgelegt. 

 


Verleihung des Ehrenhelms der Stufe III.

 

2009 wurde der Antrag zur Leistungsprüfung für den Erhalt des Feuerwehrehrenhelms der Stufe II gestellt. Die Wehr konnte ihren Leistungsstand zum zweiten Mal erfolgreich der Wertungskommission des Kreisfeuerwehrverbandes präsentieren. Die Plakette zum Erhalt der Leistungsstufe II wurde auf dem Kreisfeuerwehrverbandstag stellvertretend für die Wehr dem Wehrführer Uwe Nagel überreicht. 

Der neue Gibel des Gerätehauses mit 2 Tordurchfahrten

 

Im September 2009 wurde der zweite Bauantrag, erstmalig schon 2006, für den Umbau der Fahrzeughalle und Erweiterung um einen Sozialtrakt mit Schulungsraum und Sanitäranlagen gestellt. Im Mai 2010 gab es dann grünes Licht für die Umbauarbeiten am Giebel der Fahrzeughalle. Somit konnten wir dann im Juli mit den Baumaßnahmen beginnen.  

 

  

Der neue Gibel mit 2 Tordurchfahrten.

 

Die Erneuerungen des vorderen Giebels, des Daches und der Fenster, sowie der Innen- und Außenfassaden standen auf dem Programm.

Die Genehmigung für den Anbau des Sozialtraktes folgte dann zum Jahresende. Somit konnten wir noch mit dem Bau der Grundplatte im November  2010 beginnen. 

 



 

Baufortschritt im Frühjahr 2011, nach der langen Winterpause.

 




Mit allen Helfern und Freunden der Feuerwehr nebst Partner feierten wir am 23.07.2011 das Richtfest.

Dazu hielt unser Wehrführer Uwe Nagel den Richtspruch und wie es sich gehört gab es auch eine Richtkrone.

 

 

 

Richtfest mit den Helfern vom Dachstuhl richten.

 


Aufgrund von Eigenbedarfsanmeldung für das Grundstück -Folienlöschteich Vellahner Weg- wurde 2011 eine neue Wasserentnahmestelle gegenüber, an der Auffahrt zum Alten Sportplatz, gebaut. Hier entstand eine Tiefenbohrung mit Unterflurpumpe. 

 

 

Nach 2 Jahren Bauzeit mit 5274 gesamten Baustunden wurde am 09.06.2012 das Feuerwehrhaus mit zahlreichen Gästen aus dem Ortsteil Banzin sowie Vertretern aus benachbarten Feuerwehren, mit dem Kreisbrandmeister und Landesbrandmeister sowie Bürgermeister und Baustofflieferanten und Mittarbeitern der Amtsverwaltung eingeweiht.

 

 

 

 

 

 

Das fertige Feuerwehrhaus.


 

 

 

 

Schlüsselübergabe durch den Bürgermeister der Gemeinde.

 

 

Zusammen mit dem 80 jährigen Bestehen der Feuerwehr Banzin wurde dieser Anlass gefeiert.

 

 

Fortsetzung folgt!

 

Feierlichkeiten am Feuerwehrhaus.

 

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