9.6.2012 - 80 jähriges Jubiläum

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80 jähriges Jubiläum und Feuerwehrhauseinweihung der Feuerwehr Banzin

Wehrführer Uwe Nagel mit Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz ausgezeichnet

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Banzin feierten am 09. Juni 2012 Ihr 80jähriges Gründungsjubiläum und gleichzeitig die Feuerwehrhauseinweihung mit ihren Einwohnern und befreundeten Feuerwehren aus der Nachbarschaft.

Zu diesem Anlass konnte Wehrführer Uwe Nagel neben den Kameraden und Ehrenmitlgiedern der gemeindeangehörigen Feuerwehren aus Banzin, Rodenwalde, Bennin, Kloddram, Melkof, Goldenbow und Vellahn, die Feuerwehrabordnungen aus Boizenburg/Elbe, Wittenburg, Lüttow, Valluhn, Kölzin, Brahlstorf-Düssin und Dersenow/Dammereez, sowie den Bürgermeister Horst Geistlinger, den Landesbrandmeister Heino Kalkschies, den Kreisbrandmeister Heiko Dübel, den Betriebsleiter des Partenschaftsbetriebes Banziner Landwirtschafts e.G. Herrn Siegmar Theel, den Amtswehrführer Siegwart Bölke, den Gemeindewehrführer Stefan Nagel und ganz viele Bürgerinnen und Bürger aus dem Ort und der ganzen Gemeinde begrüßen.

Alle waren vor dem festlich geschmückten, neuen und modernisierten Feuerwehrhaus angetreten oder hatten in der Fahrzeughalle einen Platz gefunden. „Der Wettergott meint es gut mit uns, weil der vorhergesagte Regen aus blieb!“ so Nagel, vor Beginn seiner Festrede. Und das war auch gut so, denn die Wehr hatte für den Feiertag viele Überraschungen geplant.

In der Festrede zur 80jährigen Feuerwehrgeschichte Banzin´s, schaute Wehrführer U. Nagel auf bewegende, arbeitsreiche, traurige, stolze wie auch glückliche Jahre und Jahrzehnte zurück. So führte seine „Zeitreise“ von der Gründung 1932, über die ersten Einsätze und deren Schwierigkeiten, in die sechziger Jahre mit der Gründung der Jugendlöschgruppe bis hin zur heutigen Zeit, mit der Übergabe des Löschfahrzeuges 1998, der Fahnenweihe 2002 oder der Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze im Jahre 2006. „Jedes Jahr, ist ein Jahr für sich und auf jeden Fall nennenswert, weil sich so viel ereignete.“

Darauf folgte die Festrede zur Feuerwehrhausmodernisierung und Anbau des Sozialtraktes, durch den Kameraden Christian Nagel. Bereits im Mai 2005 beantragte die Banziner Wehrleitung den Aus- und Umbau des Feuerwehrhauses bei der Gemeindevertretung. Nach langen Verhandlungen –wegen der Realisierung und der Finanzierung- mit Gemeindevertretern und Verantwortlichen im Bauamt wurde dem Antrag auch mit einigen „Bauchschmerzen“ seitens einiger Gemeindevertreter im März 2010 zugestimmt, denn die Kameraden und Mitglieder der Feuerwehr wollten die Arbeiten selber durchführen. Genau am 10.07.2010 lärmte der erste Presslufthammer und nachmittags war der Giebel der alten Fahrzeughalle bereits nur noch Schutt. Die Arbeiten erstreckten sich über ganze zwei Jahre: Fundamente schaufeln, Betonfundamente schütten, Eisenträger verlegen, Wände mauern, Dachstuhl stellen, zwischendurch dann auch das Richtfest zünftig feiern, Malerarbeiten, Fliesen legen, Fenster einsetzen und und und. Am Ende, dem 09.06.2012, dem Tag an dem alles fertig war, wurde dann auch richtig gefeiert. Die Kameraden und Mitglieder der Feuerwehr Banzin zusammen mit ihren zahlreichen und fachlich versierten Helfern, haben in zwei Jahren an 361 Arbeitstagen, 5274 unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet. In dem Neubau sind nun Toiletten und Waschräume, die Kleiderkammer der Gemeindefeuerwehr, eine Werkstatt mit Lager und ein heller, funktionsbezogener Schulungsraum mit kleiner Teeküche entstanden. Hier gilt es nochmals, im Namen der Wehrleitung und der Gemeindevertretung allen Kameraden, Helfern und Freunden der Feuerwehr sowie auch den Angestellten des Amtes Zarrentin und der Gemeinde Vellahn, und den Baustofflieferanten recht herzlich zu danken.
Hier eine kurze Aufstellung der Stundenverteilung:

Anzahl gesamte Baustunden = 5274 h
davon -“-  Baustunden in 2010 = 1231 h
davon -“-  Baustunden in 2011 = 1852 h
davon -“-  Baustunden in 2012 = 2191 h

Anzahl Baustunden für Giebelbau = 697 h
Anzahl Baustunden für Dachsanierung Fahrzeughalle = 237 h
Anzahl Baustunden für Pflasterarbeiten = 231 h
Anzahl Baustunden für den Anbau des Sozialtraktes = 4109 h
Durchschnittlich wurden pro Helfer = 146 h geleistet
Das Bautagebuch umfasst 22 DIN A4 Seiten und es wurden mehr als 500 Baubilder gemacht.
Spitzentemperaturen waren im Sommer 2010 = 43°C und im Winter 2010 = -21°C mit ganz viel Schnee.

Gleich im Anschluss überreichten Wehrführer U. Nagel zusammen mit Ch. Nagel zum Dank für die überaus hervorragende Zusammenarbeit, der Firma Brenn- und Baustoffhandel Holger Haul aus Neuhaus, der Banziner Landwirtschafts e.G. und Frau Angela Fenske (Bauamt Zarrentin) einen Wandschmuck als Präsent.

Darauf folgten die herzlichen Grußworte unseres Bürgermeister Horst Geistlinger mit anschließender Schlüsselübergabe an Wehrführer Uwe Nagel.

Ihm schlossen sich der Kreisbrandmeister Heiko Dübel und der Landesbrandmeister Heino Kalkschies an. Kalkschies hatte aber noch eine zweite Urkunde dabei und überbrachte gleichermaßen die Glückwünsche des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) und zeichnete Wehrführer Uwe Nagel für seine jahrzehntelange und unermüdliche Feuerwehr- und Brandschutzarbeit mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber aus.

Sichtlich gerührt und (fast) sprachlos, dankte Wehrführer Nagel in seinem Schlusswort nochmals allen Beteiligten für Ihre Arbeit und Gestaltung des heutigen Festtages. Dem konnten sich die nun aufspielenden „Dömitzer Elbmusikanten“ nur anschließen und untermalten die ausgelassene Stimmung bei Kaffee und Kuchen, Technikschau und historischer Löschvorführung mit toller Blasmusik.

Zum Abend hin wechselten die Musikkapellen und es wurde neben dem EM-Deutschlandspiel und Feuershow bei Nacht, schön und bis in die Morgenstunden gefeiert.

Die Wehrleitung bedankt sich bei allen Feuerwehren und Gästen für die zahlreichen Glückwünsche, bei den unzähligen Frauen fürs Kuchen backen, bei der Frauengruppe der Rodenwalder Feuerwehr und der Landfleischerei Fritz Behnke Inh. Carsten Gühlstorf für die kulinarische Versorgung, bei Jörg Eikmeier und bei der Gemeinde Vellahn mit seinem Bauhof und allen Kameraden, Helfern und Gestaltern des Festes sowie bei unserem Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, für die Spende eines Fasses Bier, den wir über diesen Weg herzlichst grüßen.

Stefan Nagel

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